75dm.com / über mich / das glaube ich (2/4)


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Das Bild von einer funktionierenden Welt, das über allem zu schweben scheint, ist eins, das aus Kontrolle und Bestrafung besteht.
Doch woher kommt das Mißtrauen und die Angst?

Ich finde in den Abschnitten der Bibel vor dem Sündenfall keine Hinweise darauf, daß es Mißtrauen oder Angst in den Beziehungen der Menschen zu Gott und untereinander gab, auch wenn es oft so dargestellt wird.
In der Bibel steht nicht, daß Gott den Baum der Erkenntniss in der Mitte des Gartens gepflanzt hat, um die Menschen auf die Probe zu stellen. In der Bibel steht auch nicht, daß er den Menschen gedroht hat sie zu bestrafen, falls sie die Früchte des Baumes essen würden.

In der Luther Übersetzung steht im 1. Mose 2,16-17:
"Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm issest, musst du des Todes sterben."

In meinen Augen ist dies keine Strafandrohung.
Gott erlaubt den Menschen von allen Bäumen zu essen ("du darfst"), warnt sie aber davor die Frucht von einem bestimmten Baum zu essen ("sollst nicht") und erzählt ihnen, was es sonst für Folgen hätte.

In der Unterhaltung die Eva mit der Schlange hatte ist auch nicht von Drohung und Strafe die Rede:
"Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rührt sie auch nicht an, daß ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage , da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist" 1.Mose 3,2-5

Eva hatte sich nicht von Gott bedroht gefühlt. Sie hat nicht gesagt, daß sie die Frucht nicht essen will, weil sie Angst davor hat von Gott getötet oder anders bestraft zu werden. Das was Eva sagt hört sich für mich an wie ein Kind das erzählt: "Meine Mama hat gesagt ich soll keinen Fliegenpilz essen, weil er mich vergiftet."

Auch die Schlange redet nicht von Drohung und Strafe, sondern sie bezichtigt Gott der Lüge. Sie stellt Gott als egoistisch, heuchlerisch und verlogen da, säte Mißtrauen und zerstörte somit das Vertrauen des Menschen zu Gott.

Mir scheint es auch so, daß Eva zu dem Zeitpunkt noch keine Angst hat, weder vor einer Bestrafung noch vor dem Tod an sich. Sie nimmt einfach 2 Früchte und gibt davon eine ihrem Mann, der ihr immer noch vertraute. Beide aßen von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen, was ihr Leben und sie selbst grundlegend veränderte. Sie wussten aufeinmal, daß das Böse, böse ist, bekamen Angst und das Mißtrauen beherrschte sie. Sie empfanden sich als schutzlos (nackt) und versuchten sich von einander abzugrenzen und zu schützen. Vor ihrem Schöpfer, der ihnen alles gegeben hatte, hatten sie solch eine Angst, daß sie vor ihm davon rannten und sich vor ihm versteckten.

Satan hatte also den Menschen dazugeführt sich in Mißtrauen (Sünde) fallen zu lassen> I

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